img_568317 Hortkinder (6-12 Jahre) des Familienzentrums Carl-Sonnenschein-Haus haben mit ihren Erzieher*innen im Kulturtreff  Vahrenheide eine spannende Woche  in den Herbstferien erlebt. Unter der Leitung des Künstlerduos Irina Janz und Konstantin Schneider nahmen sie vom 9.-13. Oktober 2017 an einem musikalisch-theatralen Abenteuer teil.
Zuerst hieß es für die Kinder „ Es war einmal….“ am Waldrand eine Hütte, eine Ziege und ihre sieben Kinder. Schnell war allen klar, wie dieses Märchen hieß! Aber es kam anders. Nicht das traditionelle Märchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“ war Gegenstand des Spiels, sondern die moderne russische Variante, an deren Ende die Geißlein nicht gefressen werden, sondern alle Tiere sich miteinander anfreunden und gemeinsam tanzen. Die Aufführung im Kulturtreff Vahrenheide, die in nur vier Tagen erarbeitet wurde, bekam den Titel „Wölfe finden Freunde“.
Im Laufe des Projekts konnten die Kinder in verschiedene Rollen schlüpfen, stellten Wolfs-Masken, Ziegenhörner und weitere benötigte Requisiten selber her. Parallel dazu wurden auf der Bühne Tanz, Gesang und szenisches Spiel geübt:
Geht die Ziegenmutter aus dem Haus, ermahnt sie sie, ja keinem Fremden die Tür zu öffnen: „Meine Geißlein, meine Kinderchen, ihr bleibt heute mal ohne Mütterchen. Gehe ich für euch Weißkohl kaufen, kann der böse Wolf hier vorbei laufen.“ Als die sechs jungen Wölfe vor der Tür stehen und wegen ihrer „hässlichen“ Stimme nicht eingelassen werden, gehen sie kurzerhand zum Gesangslehrer. Der Hahn trainiert sie, so dass ihre Stimmen lieblich klingen. Die Geißlein lassen sich täuschen, öffnen die Tür – und überzeugen die Wölfe, dass das gemeinsame Singen und Tanzen viel schöner ist, als sie zu fressen. Am Ende tanzen alle im Kreis und als Polonäse durch die Waldhütte.
Am Freitag bei der öffentlichen Generalprobe vor 60 Kindergartenkindern und der Aufführung vor Eltern und Bekannten wurde sogar das Publikum in den Schlusstanz mit einbezogen.
Die ausgelassene und harmonische Stimmung steckte an. So wie sich in der Geschichte Angst und Fremdheit in Freundschaft verwandeln, sind sich auch die jungen Darsteller*innen über die Projektarbeit näher gekommen. „Das gemeinsame Singen und Tanzen bringt die Kinder zusammen, egal, wie unterschiedlich sie sind“, so die Musikpädagogin und Projektleiterin Irina Janz. Zu spüren war außerdem wie Stolz die Kinder auf ihre gemeinsame Leistung waren. Und die Titelmelodie wird garantiert in den nächsten Wochen ein Ohrwurm bleiben.

Möglich wurde dies durch das Kulturpaket NORDOST, einen Projektzusammenschluss der drei Kultureinrichtungen des Stadtbezirkes (KTV, KTB, STT) zur Stärkung der Willkommen- und Anerkennungskultur sowie dem Integrationsbeirat Bothfeld -Vahrenheide.

Es wird auch eine DVD geben. Bitte im Kulturtreff nachfragen.

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