Geschichte des Stadtteils

Was bedeutet „Vahrenheide“ ?

Im Süden von Hannover zeigen die Dorfnamen wie Kirchrode, Bemerode und Wülferode, dass dort Wald gerodet wurde, um diese Orte gründen zu können. Im Norden von Hannover dagegen ist der ursprüngliche Bewuchs in die Ortsnamen eingegangen. So finden wir Buchholz, Hainholz, Lahe (Lichtes Gehölz), Vahrenheide und Vahrenwald. Was sind nun „Vahren“? Es sind Föhren. Das Wort Föhre für den Nadelbaum mit dem botanischen Namen Pinus Sylvestris L. (Waldkiefer) hat sprachlich mehrere Entwicklungsstufen. Aus dem germanischen Wort Forhu wurde das althochdeutsche Foraha (750-1050) und das mittelhochdeutsche Vorhe (1050-1450). In diesem Zeitalter erfolgte die Benennung von Vorenwalde, dem Föhrenwald. Heute würde man bei uns Kiefernwald sagen.

Das Wort „Kiefer“ ist erst seit dem 16. Jahrhundert belegt. Kien, das Harz der Föhre, wurde früher als Kienspan zur Beleuchtung benutzt. Der Name „Kiefer“ könnte aus dem althochdeutschen Namen „Kienforha“ – Kienföhre – entstanden sein, sicher ist dieses aber nicht. Luther nannte in seiner Bibelübersetzung die Föhren noch Fohern (Jes. 41,19). Das niederdeutsche Wort für Föhren heißt „Fuhren“. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg gab es die „Klein-Buchholzer Fuhren“, einen Kiefernwald der Klein-Buchholzer Bauern. In Groß-Buchholz gibt es heute noch einen „Fuhrenplan“ als Straßennamen. Neben diesem niederdeutschen = plattdeutschen Namen gibt es in Klein-Buchholz aber zur selben Zeit den Gasthof mit dem hochdeutschen Namen Föhrenhof.

Der Name Vahrenwald bedeutet also nicht „Vor-dem-Wolde“ (Vor dem Walde), sondern Kiefernwald. Von Vahrenwald abgeleitet, hat der Name Vahrenheide die Bedeutung von Heidefläche mit lockerem Kiefernbestand. Prof. Dr. Gerhard Stoffert, Hannover                                                                                                                             Quelle: Stadt-Anzeiger Ost & Nord 03.03.2016

 

 


Wer war Margarete Hofmann?

Politikerin engagiert in sozialen Fragen

Zwischen Wartburgstraße und der Straße Sahlkamp zieht sich der Margarete-Hofmann-Weg entlang. Er erinnert an eine Politikerin, die sich stets für soziale Belange engagierte. Als Margarete Zimmermann wurde sie 1906 in Hildesheim geboren, wuchs bei Bielefeld auf und schloss sich früh der Arbeiterjugend an. Durch Heirat kam sie 1927 nach Hannover. Als ihr Ehemann 1933 aus politischen Gründen seine Stelle verlor, brachte sie ihre Familie mit einem kleinen Schneiderbetrieb in Ricklingen durch. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Margarete Hofmann eine der Frauen, die aktiv den vielen Menschen in Not beistehen wollten. 1946 half sie mit, die Arbeiterwohlfahrt (AWO) neu zu gründen, die unter den Nazis verboten war. Von 1956 bis 1974 war sie für die SPD im hannoverschen Rat vertreten und leitete ab 1961 den Sozialausschuss. Margarete Hofmann gelang es, zahlreiche Einrichtungen für Kinder, Senioren und die damaligen „Gastarbeiter“ zu schaffen. Von 1959 bis 1980 war sie zudem Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes Hannover-Stadt. Für ihre Verdienste erhielt sie den Ehrenring des hannoverschen Rates und das Große Niedersächsische Verdienstkreuz. Sie starb 1998 in Hannover. Margarete Hofmann lebte lange am Jenaer Weg und später an der Weimarer Allee. Ganz in der Nähe wurde sie 2002 mit dem nach ihr benannten Weg geehrt. Gerda Valentin


Erzählcafé Vahrenheider Geschichte(n)

Postkarte_Vahrenheide_50Hier die Berichte zu den bisherigen Vahrenheider Erzählcafés. Weiter geht´s am Sonntag, den 13.09. um 14.30 Uhr. Als Zeitzeugin erzählt diesmal Fr. Hollweg von ihren Erlebnissen. Danach ist Zeit zum gemeinsamen Austausch.Wer sich erinnern und Nachbarn „neu“ kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen. Ebenso alle Menschen, die sich für Vahrenheider Geschichte(n) interessieren. Die Veranstaltung ist kostenlos und findet im Wohncafé in der Plauener Straße 28, 30179 Hannover statt.


Friedensskulptur

FriedensskulpturIm Rahmen der Interkulturellen Woche 2011 „Zusammenhalten – Zukunft gewinnen“
wurden in Vahrenheide von der Ag Kaleidoskop und der Titus-Gemeinde verschiedenen Veranstaltungen zum Mitmachen angeboten. Das schöne Ergebnis des Workshops vom Freitag, den 23.09.2011 war am Platz der 4 Freunde zu sehen.

In die Friedensskulptur wurden unterschiedliche Symbole und Bezeichnungen für den Frieden eingearbeitet. So zeigte uns der Wegweiser ein kulturenübergreifendes gemeinsames Ziel für den größten Wunsch der meisten Menschen. Inzwischen wurde die Skulptur im Kulturtreff eingelagert.

Friedensinschrift


Linktipp

AchtungHier hat jemand viele Fotos von früher und Artikel zur Geschichte Vahrenheides gesammelt und auf seine privaten Internetseite http://www.vahrenheide.de gestellt.

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Vahrenheide 2009

2009 veröffentlichte die Neue Presse eine Serie zu den Stadtteilen „So lebt Hannover“.


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