Politikerin engagiert in sozialen Fragen

Zwischen Wartburgstraße und der Straße Sahlkamp zieht sich der Margarete-Hofmann-Weg entlang. Er erinnert an eine Politikerin, die sich stets für soziale Belange engagierte. Als Margarete Zimmermann wurde sie 1906 in Hildesheim geboren, wuchs bei Bielefeld auf und schloss sich früh der Arbeiterjugend an. Durch Heirat kam sie 1927 nach Hannover. Als ihr Ehemann 1933 aus politischen Gründen seine Stelle verlor, brachte sie ihre Familie mit einem kleinen Schneiderbetrieb in Ricklingen durch. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Margarete Hofmann eine der Frauen, die aktiv den vielen Menschen in Not beistehen wollten. 1946 half sie mit, die Arbeiterwohlfahrt (AWO) neu zu gründen, die unter den Nazis verboten war. Von 1956 bis 1974 war sie für die SPD im hannoverschen Rat vertreten und leitete ab 1961 den Sozialausschuss. Margarete Hofmann gelang es, zahlreiche Einrichtungen für Kinder, Senioren und die damaligen „Gastarbeiter“ zu schaffen. Von 1959 bis 1980 war sie zudem Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes Hannover-Stadt. Für ihre Verdienste erhielt sie den Ehrenring des hannoverschen Rates und das Große Niedersächsische Verdienstkreuz. Sie starb 1998 in Hannover. Margarete Hofmann lebte lange am Jenaer Weg und später an der Weimarer Allee. Ganz in der Nähe wurde sie 2002 mit dem nach ihr benannten Weg geehrt. Gerda Valentin

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